Das kann pauschal leider nicht beantwortet werden. Handelt es sich um einen logischen Defekt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr viel höher, weil Sie mit der richtigen Herangehensweise an die Datenrettung nicht viel kaputt machen können. Sind Sie sehr geübt im Umgang mit Speichern, fällt Ihnen der Vorgang leichter, haben Sie jedoch gar keine Ahnung davon, was Sie tun, sollten Sie besser nicht riskieren, sehr wichtige Daten selber zu retten, sondern lieber einen unserer empfohlenen Datenrettungs-Spezialisten damit beauftragen.
Nein, nicht unbedingt!
Kostenlose Datenrettungsprogramme sind oft schon sehr mächtig und funktionieren sehr gut. Kostenpflichtige Datenrettungssoftware bieten aber oft einen größeren, nicht immer benötigten Funktionsumfang und Support. Die Programme helfen aber grundsätzlich nur bei logischen Defekten. Ist die Festplatte heruntergefallen, bringt die beste Software nichts, außer einem noch größeren Schaden!
Im Gegensatz zu einem physischen Defekt ist bei einem logischen Defekt die Hardware selber nicht beschädigt, sodass ein Öffnen der Festplatte oder eines anderen Speichers nicht notwendig ist. Er wird in der Regel durch Beschädigungen am Dateisystem, der Partitionstabelle, einen Virenbefall oder einfach durch das versehentliche Löschen des Benutzers selber hervorgerufen. In diesen Fällen können Sie, sofern die Daten nicht allzu wichtig sind, unsere Schritte für das selbständige Auslesen einer Festplatte ausführen.
Entgegen einem logischen Defekt ist hierbei eine Hardware-Komponente des Speichers defekt. Beispielsweise kommt bei einem sogenannten Headcrash der Schreib-/Lesekopf mit der Magnetscheibe in Berührung und löst somit einen Defekt aus. Ein Sturz kann noch weitere Defekte hervorrufen, genauso wie ein Brand- oder Wasserschaden. Ob eine Platte einen physischen Defekt erlitten hat, kann man oft daran erkennen, dass die Platte klickt, klackt, Schleifgeräusche von sich gibt oder gar nicht mehr reagiert.
Oft nicht. Windows, macOS und Linux teilen einer SSD per TRIM mit, welche Bereiche nach dem Löschen frei sind. Die SSD leert diese Bereiche dann selbstständig, häufig schon nach kurzer Zeit. Danach kann weder Software noch ein Labor die Dateien zurückholen. Wenn überhaupt, hilft nur schnelles Handeln: nichts mehr auf die SSD schreiben und den Rechner möglichst nicht weiter von ihr starten. Ob und wie schnell die Bereiche geleert werden, hängt von Betriebssystem, Anschluss und Controller ab.
Prüfen Sie Kabel, Anschluss und gegebenenfalls einen anderen Computer. Wird die SSD weiterhin nicht oder mit falscher Größe bzw. einem fremden Gerätenamen erkannt, ist meist der Controller oder die Firmware betroffen. Software hilft dann nicht weiter, und ständiges Ein- und Ausschalten kann die Lage verschlimmern. Eine Rettung ist nur im Labor möglich und meist aufwendiger als bei einer Festplatte, mehr dazu unter Kosten einer Datenrettung.
Besser nicht. Viele externe Festplatten, insbesondere von Western Digital, verschlüsseln ihre Daten über die USB-Elektronik im Gehäuse. Wird die Platte ausgebaut und direkt angeschlossen, sind die Daten unlesbar. Was Sie stattdessen prüfen können, lesen Sie auf unserer Seite zur Datenrettung bei externen Festplatten.
Das hängt vom Datenträger, vom Schaden und vom gewünschten Tempo ab. Die Standarddiagnose ist bei vielen Anbietern kostenlos, den verbindlichen Festpreis erhalten Sie erst nach der Diagnose. Achten Sie auf die Zusage „keine Daten – keine Kosten“. Grobe Preisrahmen und die wichtigsten Kostenfaktoren finden Sie unter Kosten einer Datenrettung, Anbieter im Datenretter-Vergleich.
Manchmal. Aktuelle Smartphones verschlüsseln ihren Speicher standardmäßig, die Schlüssel sind an das Gerät gebunden. Eine Rettung gelingt daher meist nur, wenn das Gerät selbst wieder lauffähig gemacht werden kann, und nur mit Ihrer Entsperr-PIN. Prüfen Sie vorher, ob Fotos und Kontakte nicht ohnehin in einem Cloud-Backup liegen.
Mit regelmäßigen Sicherungen nach der 3-2-1-Regel: drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Speichermedien, davon eine an einem anderen Ort – zum Beispiel eine externe Festplatte zu Hause und ein Cloud-Speicher. Ein RAID oder NAS allein ist kein Backup, denn versehentlich gelöschte oder verschlüsselte Dateien sind dort sofort auf allen Platten betroffen.