Datenrettung - Mögliche Ursachen

Ein Datenverlust kommt meist unerwartet. Eben war noch alles in Ordnung, und dann ist
  • die externe Festplatte heruntergefallen,
  • der falsche Ordner gelöscht oder die falsche Speicherkarte formatiert,
  • die SSD im Notebook plötzlich nicht mehr erkannt,
  • das Smartphone ins Wasser gefallen,
  • das NAS nach einem Update nicht mehr erreichbar,
  • ein Verschlüsselungstrojaner am Werk gewesen
  • oder ein Glas Wasser über den Laptop gekippt.
Die Gründe für eine Datenrettung sind vielfältig. Gäbe es eine aktuelle Sicherung, könnten Sie die Daten einfach zurückspielen – meist fehlt sie aber gerade dann, wenn es darauf ankommt. Hier erfahren Sie, was Sie jetzt tun und was Sie besser lassen sollten.

Keine voreilige Datenrettung!

Ein voreiliger Datenrettungsversuch sollte unbedingt unterbleiben, wenn die Daten einen Wert für Sie haben.

Bei einem Hardwareschaden ist die Gefahr groß, durch eigene Versuche noch mehr zu zerstören. Klackert oder schleift eine Festplatte, oder wird eine SSD nicht mehr erkannt, schalten Sie das Gerät ab und lassen Sie es aus. Weitere Betriebsstunden und immer neue Startversuche verschlechtern die Chancen eines späteren Datenretters.

Handelt es sich um weniger wichtige Daten und um einen logischen Defekt, etwa versehentlich gelöschte Dateien, können Sie mit einer kostenlosen Software oder einem Datenrettungsprogramm selbst einen Versuch unternehmen. Wie Sie dabei vorgehen, zeigt unsere Anleitung Defekte Festplatte selber auslesen. Für USB-Platten gelten Besonderheiten, die Sie auf der Seite Externe Festplatte – Datenrettung finden. Bei SSDs sind gelöschte Dateien wegen der TRIM-Funktion oft schon nach kurzer Zeit endgültig verloren; handeln Sie hier schnell und schreiben Sie nichts mehr auf das Laufwerk.

Um wichtige Daten kümmern sich besser Datenretter

Eine professionelle Datenrettung ist nicht billig. Der Verlust wichtiger Daten ist in seinen Folgen aber meist viel teurer.

Wählen Sie deshalb nicht einfach den Anbieter mit dem niedrigsten „ab“-Preis. Achten Sie auf eine kostenlose Standarddiagnose, einen Festpreis nach der Analyse und die Zusage „keine Daten – keine Kosten“. Was die Kosten einer Datenrettung beeinflusst und wie der Ablauf aussieht, haben wir für Sie zusammengestellt. Bei mehreren Platten in einem Verbund lesen Sie vorab unsere Hinweise zur Datenrettung von RAID und NAS.

Ausgewählte Datenretter haben wir in unserem Datenretter-Vergleich zusammengetragen.

Damit es nicht wieder passiert

Die beste Datenrettung ist die, die Sie nicht brauchen. Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig nach der 3-2-1-Regel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Speichermedien, davon eine an einem anderen Ort.